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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 11:40 
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Beiträge: 405
Hat nichts mit Smartwatches zu tun, deshalb Offtopic, aber ich denke dennoch, dass gerade hier einige Das thema 3D-Druck ebenso interessant finden dürften wie ich.
Leider waren die bisherigen Selbstbausätze für um die 1.000 € weit jenseits eines Budgets für technische "Spielereien" ohne unmittelbare Notwendigkeit. Doch das wird sich jetzt ändern! Die Firma M3D LLC entwickelt mit dem "Micro" den ersten "Volks-3D-Drucker", der für ganz frühe Vögel auf Kickstarter für 199 $ bzw. 249 $ (zzgl. Versandkosten) vorbestellt werden konnte. Aktuell können immerhin noch 2.146 Stück für einen immer noch unschlagbaren Preis von 299 $ vorbestellt werden. Dazu kommt, dass das relativ kompakte Gerät nicht als Bausatz, sondern vollständig montiert geliefert wird und in der Bedienung wohl sehr einfach sein soll.

Bild

Ausgeliefert werden sollen die Drucker angeblich schon ab August 2014, allerdings wissen erfahrene Kickstarter-User, dass solche Termine immer mit sehr viel Vorsicht zu genießen sind, insbesondere wenn das Funding-Goal um ein vielfaches überschritten wird.

Damit fällt der Startschuss für die breite Produktion von kostengünstigen Geräten mit benutzerfreundlicher Software und ich bin sehr gespannt, was mit 3D-Druckern in 1 bis 2 Jahren so alles möglich sein wird.
Ebenfalls interessant ist die Entwicklung der Urhebrrechts-Diskussion, wenn 3D-Drucker weiter verbreitet werden.

im letzten Update zur Kickstarter-Kampagne des "Micro" wurde das folgende Foto von 3D-Drucken veröffentlicht, die angeblich mit dem Micro-Prototyp gedruckt wurden:

Bild

An der Münze kann man halbwegs erkennen, welche Größe die Drucke haben und da finde ich sowohl Oberflächenstruktur als auch Detailgenauigkeit äußerst beeindruckend für einen 300 $ Drucker.

Wie seht ihr das? habt ihr schon Erfahrungen mit 3D-Drucke(r)n, findet ihr die Dinger grundsätzlich überflüssig, oder seid ihr jetzt schon drauf und dran, die 299 $ für den Micro zusammenzukratzen?

_________________
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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 14:37 
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Beiträge: 5
Hi,
Barmonster hat geschrieben:
Leider waren die bisherigen Selbstbausätze für um die 1.000 € weit jenseits eines Budgets für technische "Spielereien"

Dem stimme ich nicht zu. Mein Drucker-Bausatz kostete mich letzten September 781 €. Weitere Details hier.
Barmonster hat geschrieben:
Dazu kommt, dass das relativ kompakte Gerät nicht als Bausatz, sondern vollständig montiert geliefert wird und in der Bedienung wohl sehr einfach sein soll.

Da freut man sich doch schon richtig drauf, dass das fertige Gerät möglicherweise beim Zoll hängen bleibt, weil es die Amis nicht gebacken bekommen, ein europakompatibles Gerät mit den nötigen Papieren auszustatten. Wär' ja nicht das erste Mal.

Einfache Bedienung ... die werden sicher keine Firmware selber schreiben, sondern nehmen, was auf dem Opensource-Markt schon da ist. Die werden keinen Slicer selber schreiben - da ist echt jahrelang Wissen in die bereits verfügbaren Programme gewandert. Höchstens eine Hostsoftware trau ich denen zu. Aber auch da gibt es keine Notwendigkeit. Und in 3D-CAD werden die auch keine Zeit investieren. Ich betrachte diese Aussage sehr kritisch. 3D-Druck für den Massenmarkt hängt heute noch zum Großen Teil davon ab, wie gut die Materialien sind.

Material aus dem der Drucker besteht, seine genaue Verarbeitung in der Konstruktion. Viele Druckerbesitzer verbringen einen großen Teil der Zeit mit kalibrieren und Einstellen. Die Masse will das nicht.

Es gibt im Moment sehr vielversprechende Konstruktionen der Hot-Ends. Aber keines ist für alle Lebenslagen geeignet. Alle haben Vor- und Nachteile. Wer sich für eines entscheidet, lebt mit den Einschränkungen. Bei einem Fertiggerät tut man sich schwer, das anzupassen. Überhaupt gibt's schon einige Fehlkonstruktionen als Bausatz / Fertiggerät. Ich bin mal gespannt, wann ein Prototyp eingehend getestet werden kann.

Und letztlich kommt es auch noch auf das Kunststofffilament an. Keiner der Hersteller verrät was drin ist. Viele machen selbst beim Durchmesser, den Toleranzwerten und der Temperatur ein Geheimnis. Unverständlich - dabei wäre genau das eine Möglichkeit, sich vom Rest abzuheben.
Barmonster hat geschrieben:
insbesondere wenn das Funding-Goal um ein vielfaches überschritten wird.

Prima. Die Buben sind dann erst mal damit konfrontiert, dass es nicht mal eben ein Garagenprojekt ist. Das ist schon eine andere Nummer mit einigem Aufwand in Logistik, Personal, Administration usw. - ich hoffe die bekommen das hin, aber wenn die nicht jemanden ins Boot holen, der sich auskennt, wird das nix.
Barmonster hat geschrieben:
Ebenfalls interessant ist die Entwicklung der Urhebrrechts-Diskussion, wenn 3D-Drucker weiter verbreitet werden.

Für privat - unerheblich. Ich kann Dir jedes noch so geschütztes Werk privat drucken. Kommerziell gibt's auch keine Probleme. Geschützte Werke darf man nicht drucken und verkaufen. Fertig. Viel eher bin ich gespannt, was die Patentinhaber so alles anstellen werden. Zum Hintergrund: Aus der Reprap-Comunity hat sich Makerbot herausgebildet. Die sind inzwischen Teil von Stratasys und stehen derzeit in einem Patentstreit gegen Afinia, die ähnlich wie Makerbot Drucker herstellen und verkaufen. Alles was aus der Reprap-Szene kommt kocht mit dem gleichen Wasser. Bausätze sind da nie ein Problem gewesen - fertige Drucker könnten zu einem Problem werden.
Barmonster hat geschrieben:
An der Münze kann man halbwegs erkennen, welche Größe die Drucke haben und da finde ich sowohl Oberflächenstruktur als auch Detailgenauigkeit äußerst beeindruckend für einen 300 $ Drucker.

Ich kann mit meinem Drucker minimal 0,05mm Schichthöhe drucken. Das ist nicht das Problem. Leider wird nicht beschrieben ob und wieviel die Stücke nachbearbeitet wurden. Wenn ich die ABS-Teile in Acetondampf lege kommen die spiegelblank raus. Mir scheinen die Teile nachbearbeitet zu sein.
Barmonster hat geschrieben:
Wie seht ihr das? habt ihr schon Erfahrungen mit 3D-Drucke(r)n, findet ihr die Dinger grundsätzlich überflüssig, oder seid ihr jetzt schon drauf und dran, die 299 $ für den Micro zusammenzukratzen?

Ich habe seit September 2013 einen Mendel90. Ich bin hochzufrieden damit. Einzig der Wunsch, einen Drucker mal wohin mitzunehmen würde mich dazu bringen, hier mitzumachen. Aber für dieses Problem gibt es bereits Lösungen fertig entwickelt, da wär's blöd, auf dieses Teil zu warten.


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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 15:24 
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Registriert: Do 21. Mär 2013, 15:05
Beiträge: 405
bastard hat geschrieben:
Hi,
Barmonster hat geschrieben:
Leider waren die bisherigen Selbstbausätze für um die 1.000 € weit jenseits eines Budgets für technische "Spielereien"

Dem stimme ich nicht zu. Mein Drucker-Bausatz kostete mich letzten September 781 €. Weitere Details hier.


781 € sind immer noch wesentlich näher an 1.000 € als an 300 $ (~217 €) ;)

bastard hat geschrieben:
Barmonster hat geschrieben:
Dazu kommt, dass das relativ kompakte Gerät nicht als Bausatz, sondern vollständig montiert geliefert wird und in der Bedienung wohl sehr einfach sein soll.

Da freut man sich doch schon richtig drauf, dass das fertige Gerät möglicherweise beim Zoll hängen bleibt, weil es die Amis nicht gebacken bekommen, ein europakompatibles Gerät mit den nötigen Papieren auszustatten. Wär' ja nicht das erste Mal.


Tatsächlich hab ich nur von Pebble mitbekommen, dass die es so richtig verkackt haben...die Sache mit der Ouya war ja schnell geklärt. Außerdem schreiben die "Micro" Jungs, dass sie insbesondere für die internationale Logistik externe Experten beschäftigen werden, habe also in dieser Hinsicht eher weniger Bedenken.

bastard hat geschrieben:
Einfache Bedienung ... die werden sicher keine Firmware selber schreiben, sondern nehmen, was auf dem Opensource-Markt schon da ist. Die werden keinen Slicer selber schreiben - da ist echt jahrelang Wissen in die bereits verfügbaren Programme gewandert. Höchstens eine Hostsoftware trau ich denen zu. Aber auch da gibt es keine Notwendigkeit. Und in 3D-CAD werden die auch keine Zeit investieren. Ich betrachte diese Aussage sehr kritisch.


Soweit ich das verstanden habe, wird die Software, die zum Micro dazukommt, ausschließlich dazu dienen, fertige 3D-Modelle zu laden und zu drucken. Zum erstellen und bearbeiten von Modellen wird man also auf jeden Fall zusätzliche Software benötigen. Inweifern die Firmware etc. auf eigenem Mist gewachsen ist kann ich nicht sagen.

bastard hat geschrieben:
3D-Druck für den Massenmarkt hängt heute noch zum Großen Teil davon ab, wie gut die Materialien sind. Material aus dem der Drucker besteht, seine genaue Verarbeitung in der Konstruktion. Viele Druckerbesitzer verbringen einen großen Teil der Zeit mit kalibrieren und Einstellen. Die Masse will das nicht.


Kalibrieren tut sich der Micro laut Hersteller angeblich selbst.

bastard hat geschrieben:
Es gibt im Moment sehr vielversprechende Konstruktionen der Hot-Ends. Aber keines ist für alle Lebenslagen geeignet. Alle haben Vor- und Nachteile. Wer sich für eines entscheidet, lebt mit den Einschränkungen. Bei einem Fertiggerät tut man sich schwer, das anzupassen. Überhaupt gibt's schon einige Fehlkonstruktionen als Bausatz / Fertiggerät. Ich bin mal gespannt, wann ein Prototyp eingehend getestet werden kann.

Und letztlich kommt es auch noch auf das Kunststofffilament an. Keiner der Hersteller verrät was drin ist. Viele machen selbst beim Durchmesser, den Toleranzwerten und der Temperatur ein Geheimnis. Unverständlich - dabei wäre genau das eine Möglichkeit, sich vom Rest abzuheben.


Der Hersteller bietet aktuell an, dass man ihnen Modelle zuschickt und sie Drucken das auf ihrem Prototypen aus...daher stammt auch das letzte "Katzenfoto".
Was das Filament angeht, soll der Micro sehr vielseitig sein, aber der Hersteller bringt auch eigenes Filament auf den Markt. (siehe hier)

bastard hat geschrieben:
Barmonster hat geschrieben:
insbesondere wenn das Funding-Goal um ein vielfaches überschritten wird.

Prima. Die Buben sind dann erst mal damit konfrontiert, dass es nicht mal eben ein Garagenprojekt ist. Das ist schon eine andere Nummer mit einigem Aufwand in Logistik, Personal, Administration usw. - ich hoffe die bekommen das hin, aber wenn die nicht jemanden ins Boot holen, der sich auskennt, wird das nix.


Stimme ich dir zu, aber wie weiter oben bereits geschrieben, bin ich dahingehend schon recht beruhigt, auch wenn ich dem Lieferziel trotzdem nicht glaube ;)

bastard hat geschrieben:
Barmonster hat geschrieben:
Ebenfalls interessant ist die Entwicklung der Urhebrrechts-Diskussion, wenn 3D-Drucker weiter verbreitet werden.

Für privat - unerheblich. Ich kann Dir jedes noch so geschütztes Werk privat drucken. Kommerziell gibt's auch keine Probleme. Geschützte Werke darf man nicht drucken und verkaufen. Fertig. Viel eher bin ich gespannt, was die Patentinhaber so alles anstellen werden. Zum Hintergrund: Aus der Reprap-Comunity hat sich Makerbot herausgebildet. Die sind inzwischen Teil von Stratasys und stehen derzeit in einem Patentstreit gegen Afinia, die ähnlich wie Makerbot Drucker herstellen und verkaufen. Alles was aus der Reprap-Szene kommt kocht mit dem gleichen Wasser. Bausätze sind da nie ein Problem gewesen - fertige Drucker könnten zu einem Problem werden.


Nach aktuellem Recht sind Privatkopien unproblematisch, das stimmt. Die Frage ist, ob das auch in Zukunft so bleibt, wenn sich der Begriff "Kopie" nicht mehr länger nur auf Medien in Bild und Ton bezieht. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gesetzgeber da erstmal unter großem Druck einiger Lobbyisten stehen wird, bzw. zu den Medien-Lobbyisten werden sich noch einige andere dazugesellen um ins selbe Horn zu stoßen.
Momentan kassiert ja die GEMA an jedem verkauften Vervielfältigungsgerät und an jedem verkauften Speichermedium kräftig mit, bei 3D-Druckern werden die jedoch nichts zu melden haben. Werden die Kompetenzen der GEMA ausgeweitet, oder wird es eine neue Verwertungsgesellschaft geben? Dass keiner versuchen wird, sich was vom Kuchen zu holen, halte ich jedenfalls für mehr als unwahrscheinlich.

bastard hat geschrieben:
Barmonster hat geschrieben:
An der Münze kann man halbwegs erkennen, welche Größe die Drucke haben und da finde ich sowohl Oberflächenstruktur als auch Detailgenauigkeit äußerst beeindruckend für einen 300 $ Drucker.

Ich kann mit meinem Drucker minimal 0,05mm Schichthöhe drucken. Das ist nicht das Problem. Leider wird nicht beschrieben ob und wieviel die Stücke nachbearbeitet wurden. Wenn ich die ABS-Teile in Acetondampf lege kommen die spiegelblank raus. Mir scheinen die Teile nachbearbeitet zu sein.


Stimme ich dir zu, aber da es hier ja vor allem darum geht zu zeigen, wie die Druckergebnisse des "Micro" sind, würde ich erstmal davon ausgehen, dass die Drucke nicht nachbearbeitet wurden (ja, ich glaube noch an das gute im Menschen ;) )

bastard hat geschrieben:
Barmonster hat geschrieben:
Wie seht ihr das? habt ihr schon Erfahrungen mit 3D-Drucke(r)n, findet ihr die Dinger grundsätzlich überflüssig, oder seid ihr jetzt schon drauf und dran, die 299 $ für den Micro zusammenzukratzen?

Ich habe seit September 2013 einen Mendel90. Ich bin hochzufrieden damit. Einzig der Wunsch, einen Drucker mal wohin mitzunehmen würde mich dazu bringen, hier mitzumachen. Aber für dieses Problem gibt es bereits Lösungen fertig entwickelt, da wär's blöd, auf dieses Teil zu warten.


Prinzipiell kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der "Micro" auf all jene abzielt, die jetzt schon einen 3D Drucker ihr eigen nennen, sondern viel mehr auf die ganzen Bastler und Hobby-Tüftler die diese 3D-Druck-Geschichte mal persönlich ausprobieren wollen und dafür ist dann auch ein Preis von 300 $ nicht allzu überzogen.

PS: cooler Blog! Habe ihn erstmal nur überflogen, aber werde mich da vermutlich nochmal intensiver mit beschäftigen

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